Die Dual-Aktivierung(R) ist eine Trainingsmethode, die Klassische Übungen mit Hilfe von Gassen und Pylonen sichtbar macht. Durchführbar von Jedermann, unabhängig von Reitweise und Leistungsstand. Basierend auf dem Sehvermögen von Pferden

Gehirnjogging: Körper und Geist werden gefordert =  durch Visualisierung.

 

Durch hoch koordinatives Crossover –Training (ständige Handwechsel in Kombination mit Farblichen Reizen) wird die Hirnaustauschrate verbessert. Pferde lernen beide Gehirnhälften zu benutzen. Sie werden gelassener.

 

Vorteile der Dual-Aktivierung(R):

 

-gleichmäßig trainierte Gehirnhälften

-Muskelaufbau

-Verbesserung der Trittsicherheit durch Vor- und Hinterhandkoordination

-psychisch ausgeglichenes Pferd

-abwechslungsreiche Gymnastizierung

-Förderung der Konzentration

 

Die Dual-Aktivierung® unterteilt sich in:

-Positions- und Fahnenarbeit

-longierte Dualaktivierung

-gerittene Dualaktivierung

 

-longe Walking

 

 

 

 

Positionsarbeit:

 

Hier stellt sich die Frage wer bewegt wen?

 

Pferde bewegen ihren Menschen ganz oft und wir merken es meist noch nicht mal. Das Pferd lässt sich von seinem Menschen hinter sich her ziehen, hier gibt das Pferd das Tempo vor, oder es hört beim putzen etwas interessantes, dreht sich in diese Richtung und schiebt den Mensch einfach zur Seite. Als Herdentiere benötigen sie die Sicherheit und eine gefestigte Rangordnung um Gewissheit zu haben, dass das Alphatier bei Gefahr auch die Richtige Entscheidung treffen kann. Die Existenz der Herde hängt davon ab. Das Alphatier muss nicht das stärkste Tier sein, es muss Führungskompetenzen haben. Im Umgang mit unseren Pferden ist es also extrem wichtig, dass wir Menschen die Führungsrolle übernehmen. Die Führungsrolle übernehmen hat nichts mit Dominanz zu tun. Es geht darum unseren Pferden souverän zu Führen, Vertrauen und Sicherheit zu bieten. Denn schließlich wollen wir ja alle einen verlässlichen Partner, der uns auch in gefährlichen Situationen zuhört und uns vertraut.

 

 In der Positionsarbeit vermitteln wir dem Pferd Vertrauen und Sicherheit, denn wer sich bewegt, wird geführt, derjenige der sich nicht bewegen lässt, der führt! Die Positionsarbeit ist die Grundlage in der Dual-Aktivierung® und auch in der Equikinetic®. Wir achten in der Dual-Aktivierung® und Equikinetic® darauf, dass wir führen und uns nicht bewegen lassen. Die Übungen sind so durchdacht, dass wir die Position einnehmen und diese gefestigt wird

 

 

 

Fahnenarbeit:

 

Die Fahnenarbeit ist der Ursprung der Dual-Aktivierung®. Hier wird mit Hilfe der Fahne der erste optische Reiz, vor beiden Augen gesetzt und somit ein Reiz an die zugehörige Gehirnhälfte geschickt. Wir positionieren uns vor das Pferd und zeigen ihm abwechselnd auf jeder Seite die Fahne. Hier haben wir die ersten rechts links Wechsel. Das Pferd schaut durch Kopfbewegung bewusst nach der Fahne, die Gehirnhälften werden stimuliert und die ersten neuronalen Verbindungen geknüpft. Es kommt zu einer gleichmäßigen Reizaufnahme beider Gehirnhälften und das Pferd lernt beide Hälften zu benutzen.

 

Fahnenarbeit ist eine hoch koordinative und anstrengende Aufgabe sowohl für Mensch als auch für das Pferd. Zusätzlich hilft die Fahnenarbeit bei der Trauma Bewältigung. Gespeicherte, nicht verarbeitete Traumen, Blockaden im Gehirn, können gelöst werden. Das Trauma wieder aufgerufen und zum Verarbeiten, überschreiben, weitergeschickt werden.

 

Des weiteren werden die Kopfgelenke und die Halsmuskulatur gelockert.

 

 

 

Longierte- und gerittene Dual- Aktivierung®

 

Die longierte Dual-Aktivierung® ist das longieren durch und über die Dualgassen und Pylonen, sie dient zum Vorbereiten, erstes heranführen an die gerittene Dual-Aktivierung® und das Longe Walking. Das Pferd wird dabei durch einen sinnvoll durchdachten, auf das Pferd abgestimmten Parcours longiert. Konzentration, Koordination und Balance werden gefördert.

 

Wie beim klassischen Longieren wird vom Pferd Stellung und Biegung verlangt, sobald das Pferd in, oder über die Gasse läuft wird deutlich nachgegeben. Das  Pferd soll seinen eigenen Weg durch die Gassen finden. Ziel ist es, dass das Pferd ein Gefühl für seinen Körper bekommt, und dabei lernt sich selbst zu tragen und auszubalancieren. Es wird ein hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit von Pferd und Reiter gefordert.

 

 

 

In der gerittenen Dual-Aktivierung® werden mit den blau-gelben Gassen, klassische Übungen sichtbar gemacht. Sie erleichtern das nachreiten. Verschiedene Übungen, die auf das Pferd abgestimmt sind, werden in einem Parcours zusammengefasst. Durch ständige Rechts – Links Wechsel lernt das Pferd das richtige Umlasten. Das innere hintere Bein nimmt vermehrt Last auf und das äußere sorgt für den Schub. Das Pferd wird auf gebogener Linie „in sich gerade“, gewinnt an Vor- und Hinterhand Koordination, es kann sich und den Reiter besser ausbalancieren. Dem frühzeitigem Gelenkverschleiß wird entgegengewirkt, da das Pferd somit seine Gelenke optimal belastet, seine Bewegungsenergie wird effizient genutzt. In der gerittenen Dual-Aktivierung® wird von Pferd und Reiter eine ständige Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert.

 

 

 

Longe Walking

 

Beim Longe-Walking wird das Pferd mit einer Doppellonge durch einen, für das Pferd passenden, Parcours gearbeitet. Ähnlich wie das fahren vom Boden aus. Hier fallen die rechts-links Wechsel leichter, als bei der longierten Dual-Aktivierung®. Es bietet eine Rückenschonende Alternative zum Reiten. Auch hier wird das richtige Umlasten gefördert. Balance und Koordination verbessert.